Die erste Woche des meteorologischen Frühlings, welcher mit erstem März begann, verlief winterlich. Am ersten Tag des Monats entwickelte sich im Südburgenland in der Gegend rund um Güssing ein markantes Gewitter, welches sogar von Wiener Neustadt aus sichtbar war. Starker Wind prägte diesen Tag. Das schaueranfällige Wetter setzte sich auch an den folgenden Tagen fort, zuerst setzte leichter Regen ein, ab dem 5.d.M. gab es schließlich aufgrund eines stärkeren Kaltlufteinbruchs, welcher im Nordstau mit intensiven Schneefällen verbunden war, auch im Flachland über den Tag hinweg immer wieder mäßig intensive Schneeschauer. Dazwischen konnte sich jedoch auch zeitweise die Sonne zeigen. Anders gestaltete sich die Wetterentwicklung gegen Ende der ersten Märzwoche, am 6.d.M. setzte unter tags anhaltender, jedoch leichter Schneefall ein, welcher gegen Abend jedoch in sehr kleinflockigen, aber besonders dichten Schneefall überging. Insgesamt brachte dieser nicht prognostizierte, unerwartet kräftige Schneefall rund fünf Zentimeter Neuschnee, wodurch sich erstmals in diesem März eine Schneedecke im Flachland bilden konnte. Der Wintereinbruch gestaltete sich als hartnäckig und sollte auch in den kommenden Tagen das Wettergeschehen bestimmen. Zu Beginn der zweiten Märzwoche zogen erneut einige Schneeschauer durch, wobei es morgens teilweise strengen Morgenfrost gab, einmal sank die Temperatur über Nacht auf unter -10° Celsius. Nach Abzug der letzten Schneeschauer und mit dem Abtauen des gefallenen Schnees wechselten Wolkenfelder mit sonnigen Phasen, bevor es in der Nacht vom 10.d.M zum 11.d.M. erneut Schneefälle in der Region gab, welche rund 3 bis 4cm Schnee brachten. Die darauf folgenden Tage boten großteils trockenes, relativ kaltes Wetter, wobei es ab und zu mancherorts trotzdem leichte Schneeschauer gab, sich aber aufgrund der mittlerweile recht kräftig gewordenen Sonneneinstrahlung keine Schneebelagsbildung ergeben konnte.
In der Nacht auf den 15.d.M. zog eine kräftige Kaltfront mit starkem bis stürmischem Westwind durch. In Wien wurde während des Kaltfrontdurchganges sogar ein Graupelgewitter beobachtet. In den Morgenstunden des 15.d.M. dauerte der nächtliche Schneefall an und brachte aufgrund seiner hohen Intensität rund 9cm großflockigen Neuschnee. Der Schnee konnte sich jedoch nicht lange halten, zu mild wurde es im Laufe des Tages. Am Abend war das Flachland schon wieder vom Schnee befreit. Viel zu kalt gestaltete sich auch der Beginn des 17.d.M. In der zogen einige leichte Graupelschauer durch. Unter tags setzte sich immer mehr der Sonnenschein durch, weshalb die Temperatur auf angenehmere Werte steigen konnte. Richtig mild wurde es tags darauf, dieser Tag brachte erstmals in dieser Saison spürbar milderes frühlingshaftes Wetter. Durch den fehlenden Wind fühlten sich die rund 15° Celsius sehr angenehm an. Auch die folgenden Tage standen im Zeichen des Frühlings, wobei es zunehmend föhnig wurde und dadurch einige hoch liegende Wolkenfelder den Sonnenschein zu trüben begannen. Es blieb an den Tagen trotzdem angenehm mild. Vom 21. Bis 23.d.M. war es zeitweise stark bewölkt bis bedeckt, jedoch abgesehen vom 21.d.M. trocken. Der 24. und 25.d.M. waren wieder vollwertige und makellos schöne Frühlingstage, erst gegen Abend des 25.d.M. zogen einige hohe Schleierwolken auf. Bemerkenswert mild gestaltete sich der 26.d.M., überdurchschnittlich hohe Temperaturen prägten den wolkenlosen Frühlingstag, wobei die hohen Temperaturen dem Föhn zuzuschreiben waren. Über Nacht brach die föhnige Südströmung zusammen, in den Morgenstunden des 27.d.M. folgte die Überquerung einer schwachen Kaltfront. Tagsüber entwickelten sich einige Quellwolken und Wolkenfelder, mancherorts reichten die Wolken für einen kurzen Regenschauer. Wechselnd bewölkt mit ein paar Regenschauern verlief auch der 28.d.M. Am 29. Und 30.d.M. wurde es erneut milder, der Föhn kehrte zurück und brachte hohe Schleierwolken mit sich, welche den frühlingshaften, freundlichen Wettereindruck jedoch kaum zu trüben vermochten. Erst gegen Abend des 30.d.M. trübte es sich von Südwesten her merkbar ein, der föhnige Wind wehte bis in die Nachtstunden hinein weiter. Der letzte Tag des Monats schließlich brachte nochmals eine Wetteränderung. Ähnlich wie rund eine Woche zuvor zog in den Morgenstunden eine Kaltfront über die Region hinweg und brachte rund 5 Liter Regen pro Quadratmeter, wobei es im Vergleich zum Vortag um etwa 10° Celsius abkühlte.

Wetter-Rückschau 2010 - März
Allgemeine Monatsübersicht
Unwetter
In diesem Monat gab es keine Unwettererscheinungen, die Kaltfronten wurden zwar von einigen Sturmböen begleitet, jedoch kam es zu keinen größeren Sturmschäden. Markanteste Wettererscheinungen war der dichte Schneefall am Abend des 6.d.M. und in den Morgenstunden des 15.d.M.
Wetterwerte
Niederschlag
