
Wetter-Rückschau 2010 - Jänner
Wichtige Information zu den Wetterdaten
Während des Jänners wurde die Wetterdatenaufzeichnung von teilautomatisch auf vollautomatisch umgestellt, dadurch gibt es vor dem 26. Jänner leider keine Messdaten. Wir bitten um Verständnis!
Allgemeine Monatsübersicht
Der erste Monat des neuen Jahrzehnts begann überwiegend freundlich und relativ mild, vergleicht man die Temperaturen mit jenen Mitte Dezember des Vorjahres. Der sonnige Eindruck hielt sich jedoch nicht lange, bald setzte sich eine dicke Hochnebelschicht über das Flachland und auch im Gebirge trübte es sich am 5. d.M. ein. Über Nacht fielen 5 cm Neuschnee, dies war der Beginn einer lang anhaltenden winterlichen Wetterperiode. Auch in den darauf folgenden Tagen schneite es immer wieder, wenn auch wesentlich weniger als im Vorfeld von den Wetterdiensten prognostiziert, die Temperaturen stiegen mit Tief „Daisy“ in der Höhe zu stark an, wodurch der Niederschlag schlussendlich als Eisregen oder gar Regen fiel. Ab und zu ging der Regen wieder in Schnee über, wodurch trotzdem noch knapp 8 cm Neuschnee fallen konnten. Mit dem Abzug von „Daisy“ kühlte es wieder markant ab, jedoch blieb es nun für längere Zeit ohne Niederschlagsereignis. Dafür kehrte der Hochnebel in seiner bekannten Hartnäckigkeit zurück und wurde erst gegen Mitte des Monats durch Wolken und Niederschlag ersetzt. Damit wurde es wieder etwas milder, die Tageshöchstwerte erreichten an einigen Tagen sogar leichte Plusgrade, wodurch es Tauwetter gab. Am 21. d.M. gab es dann durch eine Okklusionsfront unerwartet große Neuschneemengen, in Wiener Neustadt fielen stellenweise bis zu 15 cm. Bedingt durch den bereits bekannten Hochnebel konnte sich die mehr als 20 cm dicke Schneedecke bis zum Ende des Monats halten und erreichte selbst dann noch stattliche Werte. Gegen Monatsende kamen nochmals 5 cm Neuschnee hinzu, wodurch der bereits getaute Schnee rasch wieder ersetzt wurde. Die letzten Tage des Monats brachten schlussendlich erneutes Tauwetter, aufgrund der niedrigen Taupunktswerte setzten die Plusgrade der Schneedecke jedoch nur geringfügigen Schaden zu. Bemerkenswert waren in diesem Monat neben der langen winterlichen Wetterphase vor allem die extrem niedrigen Temperaturen in der Nacht von 26 auf 27. Jänner. In Felixdorf sank die Temperatur bis auf -18,2°C, was den Langzeit – Tiefswert – Rekord dieser Wetterstation darstellt. In Wiener Neustadt fiel die Temperatur am Flugfeld sogar auf unter -20°C. Insgesamt betrachtet war der Jänner 2010 ein durchwegs winterlicher Monat mit kleinen Ausreißern nach oben und einem markanten Ausreißer nach unten. Der Wind spielte in diesem Monat eine nebensächliche Rolle, wobei es im letzten Monatsdrittel auch zu lokalen Schneeverfrachtungen kam.
Unwetter
In Punkto Unwettererscheinungen war der Jänner sehr zurückhaltend, es gab weder markante Sturmböen, noch Wintergewitter oder Überflutungen. Markantes Wetter stellten lediglich die tiefen Morgentemperaturen an einigen Tagen des Monats sowie die Neuschneemengen > 5cm/Tag dar. Dadurch kam es auf den Straßen streckenweise zu rutschigen Straßenverhältnissen, was jedoch auch auf die Salzstreuung zurückzuführen ist, da diese bei besonders niedrigen Temperaturen nicht mehr vollständig wirkt. Der Schnee verflüssigt sich nicht vollständig, sondern verharrt in einer rutschig – gatschigen, halb festen Masse. Im Zuge von „Daisy“ gab es über einige Stunden hinweg bedingt durch den Eisregen und gefrierenden Regen auch die Gefahr von Glatteis.
Wetterwerte
Wind
Niederschlag
