
Wetter-Rückschau 2009 - November
Zusatzinformation zu den Wetterwerten!
Aufgrund eines Ausfalls des Computers für die Aufzeichnung der Wetterdaten stehen im Zeitraum vom 20.d.M bis zum 28.d.M. leider keine Messdaten von Wind und Niederschlagsmenge zur Verfügung, die Aufzeichnung der Temperatur konnte jedoch weitergeführt werden und ist auch abrufbar.
Allgemeine Monatsübersicht
Der November 2009 war ein außergewöhnlicher Herbstmonat. Zu Monatsbeginn seinem Ruf als grauer, trister Wettermonat folgend, ging der kräftige Regen gegen Abend des 3. d.M. in Schneefall über, sodass sich eine erste nennenswerte Schneedecke im Flachland bilden konnte. Lange währte das Gastspiel des Winters jedoch nicht, es wurde sukzessive wärmer, die Wetterlage beruhigte sich, zwar war es bis knapp zur Mitte des Monats noch feucht, doch die tageshöchstwerte überschritten schon die 10°C Marke. Danach stelle sich ein stabiles Hochdruckgebiet ein, welches tagelang auf den Bergen für strahlenden Sonnenschein sorgte, den Niederungen wie bereits bei einer ähnlichen Wetterlage im Vormonat dichten, anhaltenden Boden- und Hochnebel brachte, welcher sich an manchen Tagen überhaupt nicht auflöste. Nach und nach baute sich in der zweiten Monatshälfte eine Südwest - Strömung auf, welche in den Nordalpen und unsere Region betreffend in den Voralpen samt Schneeberg - Rax - Semmering - Wechsel - Gebiet für föhnigen Wind sorgte, welcher die Gebirgstemperaturen in die Höhe trieb. Der absolute Höchstwert wurde am 20 d.M. mit 21,2°C auf der Hohen Wand verzeichnet, noch nie seit der Errichtung dieser Wetterstation vor 18 Jahren war es im November dort oben so warm. Dies blieb nicht ohne Folgen. Der im Oktober beim Wintereinbruch gefallene Schnee taute immer mehr, selbst das Schneeberg - Hochplateau auf rund 1800m Seehöhe aperte langsam aus, mehr als eine Woche lang waren mehr Wiesenflächen als Schneeflecken zu sehen. Gegen Ende des Monats brach dann der Föhn zusammen (in Felixdorf Süd brachte er Winsgeschwindigkeiten über 50km/h, auf den Bergen wehte er mit Orkanstärke >120km/h). Eine Kaltfront beendete die milde Wetterlage und brachte den schon ersehnten Schnee, jedoch nur im Gebirge und auch dort in nicht übermäßigen Mengen.
Unwetter
In diesem Monat blieben die oft auftretenden Herbststürme aus, es gab kein Sturmtief, welches unsere Region und auch ganz Österreich nicht, traf. Auch Überflutungen wurden nicht gemeldet, die Niederschlagssummen waren zwar etwas ungleichmäßig über das Monat hinweg verteilt, hedoch auch bei den stärkeren Niederschlagsereignissen kam es zu keinem Übertreten von Bächen oder Flüssen. Lediglich der Föhnsturm brachte in manchen Ortschaften im Berg- und Hügelland einige Bäume zum Umstürzen, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass keine flächendeckenden Schäden aufgetreten sind. Auch die Lawinengefahr trat aufgrund des Schneemangels nicht in Erscheinung.
Wetterwerte
Wind
Niederschlag
