Wetter Wiener Neustadt
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Einführung (Definition)

Von einem Schwergewittern spricht man dann, wenn eines folgender Kriterien in Zusammenhang mit einem Gewitter (konvektives Ereignis mit elektrischen Entladungen - Blitzen) auftritt:

• Hagel (>1,5 cm) und/oder
• Sturmböen (ab 80 km/h) und/oder
• extremer Starkregen (Rate >90 mm/Stunde)

Durchschnittlich werden im Raum Wiener Neustadt jährlich ca. 30-50 Gewitterzellen registriert. Nur 5 bis 10 Gewitterzellen weisen jedoch das Kriterium "Schwergewitter" auf - darunter sind meist zwei bis drei Superzellen anzutreffen, die sogar eine Wallcloud (rotierender Aufwindbereich einer Superzelle) ausgebildet haben.

Weiters überqueren im Durchschnitt ein bis zwei Böenfronten (Squalllines) die Region um Wiener Neustadt. Schwergewitter zählen zu den heftigsten Unwetterarten. Sie richten zwar meist nur lokal und nicht überregional Schäden an, dort aber meist mit enormer Kraft & Zerstörung!


Gefahrenpotential eines Schwergewitters

Schwergewitter: Golfballgroße Hagelschloßen fallen von Himmel, extremer Starkregen lässt Hänge abrutschen und setzt Keller unter Wasser, Sturmböen führen zu weiten Schäden in der Landwirtschaft und decken Hausdächer ab, Tornados ziehen eine Spur totaler Verwüstung in die zuvor noch völlig idyllische Landstriche.
Diese Beschreibung mag zwar für den ein oder anderen etwas skuril klingen, die Angst das sowas auch in unserer Region vorkommt ist jedoch berechtigt - und das nicht zu kurz!

Gerade unsere Region ist für Schwergewitter sehr anfällig!
Schwergewitter sind deshalb so gefährlich da sie meist mehrere Unwetterkomponenten wie Orkanböen, Überflutungen, und Blitzschlag vereinen! Dafür richten meist Schwergewitter nur auf einem schmalen Streifen der Region Schäden an - hier jedoch mit geballter Kraft der Natur.

Ein Schwergewitter selbst zu erkennen, fällt mit etwas Übung und Grundwissen nicht schwer.

Im Weiteren Verlauf des Textes bezeichen wir die Gewitter auch als "Zellen", also Schwergewitterzellen. Zwar kommt es auch vor, das sich einige Schwergewitter zu einem Komplex, auch Cluster genannt, zusammenschließen, meist treten diese jedoch einzeln in Aktion.

Personen, welche sich noch nie mit der Gewitterkunde auseinandergesetzt haben, werden bei den meisten Unwetterereignissen wahrscheilich behaupten, das Gewitter sei "völlig aus heiterem Himmel" entstanden.
Doch dem ist nicht so! Lesen Sie im nächsten Kapitel, welche Möglichkeiten für den Laien bestehen, die Entstehung von Gewittern im erweitertem Kurzfristbereich zu erkennen und denentsprechende Vorkehrungen zu treffen!

Die besten Unwetterwarnungen vor dem Ereignis zu beachten hilft nichts, wenn man nicht weiß, wie man sich bei gewissen Situationen verhalten soll. Deshalb haben wir in unserem Informationsportal sicher.ist.sicher einen Breich geschaffen, der helfen soll sich zu informieren, wie man sich an gewissen Orten richtig verhalten soll.


Gewitterentstehung und ihre "Zutaten"

Gewitter kündigen sich für den Beobachter bereits einige Stunden vor dem eigentlichen Entstehen an. Vorreiter in dieser Entwicklung sind spezielle Wolkenformen, sogenannte Altocululus Castellanus (Ac cas) und Altoculumus floccus (Ac floc). Altocumulus castellanus erkennt man meist am Morgen während der Sommermonate. Sie entstehen aus einer gemeinsamen Wolkenbank und sind erkennbar als türmchenförmig draus herauswachsende Zinnen. Ihre Entstehung verdanken diese Wolken dem Einströmen kühler Luft in wärmere Luftmassen. Beide Wolkengattungen sind ein Zeichen für große Labilität (Instabilität) der Luftmassen in der Umgebung und ein recht guter Indikator für Gewitter am Nachmittag oder Abend. Jedoch muss hinzugefügt werden, dass diese Wolken zwar ein Garant für labile Luftmassen sind, was jedoch nicht bedeutet, dass sich die Gewitter am Nachmittag auch über dem gleichen Gebiet entwickeln, an denen diese Wolken in der Früh zu vernehmen waren (Luftströmungen in höheren Bereichen der Atmosphäre, welche die labilen Luftmassen an andere Orte des Kontinents befördern). Gewitter entstehen immer dann, wenn eine treibende Kraft die potenziell in der Atmosphäre vorhandene Energie freisetzt (Gewitterauslöserung). Dies können einerseits überhitzte Luftmassen sein, welche die vorherrschende Höheninversion ( umgangssprachlich auch "Deckel" genannt, da dieser die gleiche Aufgabe wie die Höheninversion bewirkt) der Luftmassen berechen (Wärmegewitter, Luftmassengewitter) oder auch kalte Luftmassen, welche die wärmeren heben und die Energie dadurch freisetzen (Kaltfrontgewitter).

Dies sind die beiden hauptsächlich auftretenden Gewitterarten. Hinzu kommen noch sogenannte orographische Gewitter welche die Hebung der Luftmassen landschaftlichen Begebenheiten wie Bergen verdanken. Diese Gewitter treten in unserer Region nur in der Nähe von Schneeberg und Hochwechsel auf.

Es gibt drei Bedingungen in den Eigenschaften der Luftmassen in der Atmosphäre, die vorhanden sein müssen, damit es zur Entwicklung von Gewittern kommt.

• Feuchte, vor allem in den unteren Luftschichten der Atmosphäre
• Labilität, vereinfacht gesagt: feuchte, warme Luft am Boden und trockene, kalte Luft in der Höhe
• Hebung, ein Prozess, der die feuchten Luftmassen zum Aufsteigen bringt


Altocumulus castellanus, ein typischer Indikator labiler Luftschichtung


Altocumulus floccus sind nahe verwandt mit den Ac cas, jedoch bilden sie einzelne kleine Büschel mit zerfransten Unterteilen.


Ein Gewitterzyklus

Werden alle drei Bedingungen erfüllt und in der Atmosphäre in ausreichender Stärke vorhanden, so kommt es zu kraftvollen, in die Vertikale ausgerichtete Luftströmungen. Durch das Aufsteigen der Luftpakete kühlen sich diese mit zunehmender Höhe immer mehr ab, solange, bis ihre Temperatur gleich groß ist, wie die der bereits in dieser Höhe vorhandenen Luftmassen. Je nach Temperaturgegensätzen kann dieses Gleichgewicht auch erst in Höhen von rund 10 Kilometern passieren. Durch die Abkühlung der Luft wird irgendwann eine Temperatur unterschritten, unter der die feuchte Luft ihren Flüssigkeitsgehalt nicht mehr in Dampfform behalten kann, an kleinen Staubpartikeln, welche immer und überall in der Atmosphäre vorhanden sind, kondensieren kleinste Wassertröpfchen, die sich zu größeren zusammenschließen. In diesem Fall hat nun Wolkenbildung eingesetzt, man kann die aufsteigenden Luftmassen nun als sog. Cumulus-Wolken (Cu) in die Höhe wachsen sehen.

Diese Wolken stellen im Moment noch keine Gefahr dar. An vielen Sommertagen kann man vor allem am Nachmittag die Entstehung solcher Wolken mitverfolgen, ihr Wachstum in die Höhe und an anderen Cumuluswoken gleichzeitig wieder ihren Verfall. In diesem Fall ist der Auftrieb der Luft (Aufwind) nicht stark genug, um die Cumuluswolken weiterwachsen zu lassen. Ist dies jedoch der Fall, so nehmen die nun enorm gewachsenen Cumuluswolken bereits bedrohlichere und dünklere Strukturen an, man bezeichnet sie dann als Cumulus congestus (Cu con).



Cumulus congestus, einmal knapp nach dem Entstehen, einmal knapp vorm Übergang zu einem Cumulonimbus.


Sind erst mal Cumulus congestus am Himmel zu sehen, fehlt nicht mehr zur fertigen Entwicklung eines Gewitters. Die Luftmassen setzen ihren Aufstieg fort, kühlen sich weiter ab. Mit der Zeit sinkt die Temperatur immer weiter ab, der Gefrierpunkt wird unterschritten, Temperaturen von -40°C bis -50°C sind möglich. Durch die Bewegung gefrieren die Wasserpartikel in der Luft nicht sofort, sondern sie setzen ihren Aufsteig als fort, deren Temperatur um die -10°C liegt. Die Wolken weisen dann immer noch bauschige Strukturen auf, die Wolken quillt förmlich in die Höhe. Mit der Zeit und zunehmender Höhe setzt dann der Gefrierprozess ein, man erkennt dies, wenn in den oberen Bereichen der Quellwolke langsam faserartige Strukturen zu erkennen sind, die mit dem Wind in der großen Höhe rasch aus dem oberen Wolkenende fortgeblasen werden und schleierartig oft erst einige Kilometer von der Quellwolke selbst ihr Ende finden. Man bezeichet diese Struktur als den der Wolke, die in den meisten Fällen jetzt zu einer Gewitterwolke herangereift ist. Häufig verwendet man hierfür die Bezeichnung Cumulonimbus (Cb).

Am linken Bild erkennt man den Cumulonimbus während seines Hochstadiums, der Aufwind dominiert, der Eissschirm bildet sich aus. Das rechte Foto zeigt den CB in seinem Zerfallsstadium, der Abwind nimmt überhand.

Nach rund 20 Minuten fließt der Eissschirm immer mehr auseinander, der Abwind wird dominant, langsam erreicht die Gewitterzelle das Ende ihres aktiven "Lebens" und beginnt sich langsam aber sicher abzuschwächen und in Folge aufzulösen.
Dies wäre der "normale" Zyklus eines einzelnen Gewitters. Bei Schwergewittern ist es jedoch so, dass der Aufwindbereich meist sehr stark ist und die Lebensdauer dadurch erhöht wird, weiters können "erloschene" Gewitterzellen plötzlich wieder "reaktiviert" werden und es kommt zu einem weiteren Zykuls. Bei Superzellen sind meist mehrere Zyklen und eine Lebensdauer von mehr als 2 bis manchmal auch 8,9 Stunden möglich! Die Wolke stößt ans Ende der Tropopause, in der Regel herrscht hier kein Aufwind mehr vor, die aufgestiegenden Luftpakete fließen auseinander, der Eisschirm prägt sich aus (manchmal entstehen charakteristische Formen, beispielsweise ähnelt der Eisschirm einem Amboss). An dieser Form kann man Gewitter bereits am Horizont ausmachen, ziehen sie auf den Beobachter zu, so kann er rechtzeitig geplante Aktivitäten ändern, sich nach dem Wetter besser richten und wird sicherlich nicht vom Gewitter überrascht. Manchmal ist der Aufwindbereich so stark, dass sich eine sog. Overshooting-Top-Cloud bildet. Diese erkennt man nur auf Satellitenbildern oder aus weiter Entfernung, da diese meist vom vorherrschenden Eisschirm verdeckt wird.


Gewitterarten

Grundsätzlich unterscheidet man die Gewitter ihrem Entstehungsgrund nach zwischen:
• Wärmegewitter (Luftmassengewitter)
• Orographische Gewitter
• Frontgewitter

Das Wärmegewitter
Dieser Typ von Gewittern sind örtlich begrenzte Ereignisse und treten während Schönwetterperioden in den Sommermonaten auf. Sie verdanken ihre Entstehung intensiver Sonneneinstrahlung über mehrere Stunden hinweg, was Schönwetter vorraussetzt. Notwendig für ihre Entwicklung sind feuchte Luftmassen in tiefen Luftschichten, welche durch die kräftige Sonneneinstrahlung zum Aufsteigen gebracht werden. Wärmegewitter gehören zum völlig normalen sommerlichen Wettergeschehen und bringen meist keine Veränderung der Großwetterlage mit sich, im Gegenteil, sie dauern oft nur 1 bis 2 Stunden und danach scheint wieder die Sonne. Ihr Lebenszyklus entspricht dem auf Seite 3 erläuterten Entwicklungsablauf (Cumulus, Cumulus congestus, Cumulonimbus). Durch die Niederschläge dieser Gewitter und der durch die Sonneneinstrahlung verdunsteten Wassermassen können sich an solchen Sommertagen auch mehrere Wärmegewitter nacheinander entwickeln. Mit Sonnenuntergang und der damit verbundenen fehlenden Sonneneinstrahlung zerfallen diese Gewitter wieder, regnen ihre Wassermengen aus und es verbleiben meist nur noch einige hochliegende Wolkenfelder am abendlichen Himmel. Oft handelt es sich bei diesen Gewittern um sog. Einzelzellengewitter, d.h. die Lebensspanne eines solchen Gewitters erstreckt sich durch einmaligen Durchlauf vom Cumulus zum Cumulonimbus und dem anschließenden Wolkenzerfall.

Auswirkungen von Luftmassengewittern:
Wärmegewitter stellen in der Regel die schwächte Art von Gewittern dar, meist beschränken sich die Erscheinungen auf Blitzentladungen, kräftigen Regen, kleine Hagelkörner und auffrischenden Wind in Gewitternähe.

Eine der Hauptgefahren von Wärmegewittern, vor allem bei stationären Zellen: Starkregen, welcher Straßen und Felder unter Wasser setzt. Jedoch gibt es auch bei diesem vermeintlich schwachen Gewittern Ausnahmen. Wenn ein solchen Gewittertyp in einer sehr labilen, aber windschwachen Umgebung entsteht, so besitzen die Gewitter dann kräftigere Aufwinde und die Begleiterscheinungen werden dementsprechend intensiver. Hier ist dann durchaus auch mit Hagel bis ca. 2cm Größe zu rechnen, und auch der Wind kann zu einem schweren Sturm werden. Im Englischen bezeichnet man diese "kleinen Giftzwerge" als Pulse Storms. Bei zusätzlich vorhandenen Labilitätsenergie können auch sog. Multizellengewitter entstehen, bei denen mehrere Wolkensysteme zusammengehören, jedoch jedes System sich gerade an einer anderen Stelle des Lebenszyklus befindet. Bei der Multizelle lässt der Abwind einer sterbenden Gewitterzelle eine neue Zelle entstehen. Dadurch können diese Gewitter auch heftiger als gewöhliche Einzelzellen ausfallen.

Das orographische Gewitter
Orographische Gewitter sind eng mit den gewöhlichen Wärmegewittern verwandt. Im Unterschied zu herkömmlichen Luftmassengewittern bieten ihnen thermische Aufwinde an Berghängen eine zusätzliche Nährquelle. Diese Art von Gewittern ist demnach an geographische Gegebenheiten gebunden und entwickelt sich auch nur an solchen. Deshalb treten diese Gewitter auch nicht im Flachland auf. Von der Intensität her kann man sie mit den herkömmlichen Wärmegeweíttern vergleichen. Wenn im Sommer in Wetterbericht von einzelnen Wärmegewittern über den Bergen die Rede ist, so sind immer orographische Gewitter gemeint.

Das Frontgewitter
Frontgewitter treten an der Grenze zu heranrückender Kaltluft, so genannten Kaltfronten, auf, welche für die meisten Frontgewitter verantwortlich sind. Dieser Typ von Gewitter kann zu jeder Jahreszeit auftreten, vornehmlich jedoch wärend der Sommermonate.


Querschnitt (West - Ost) eines klassischen Kaltfrontgewitters

Erklärung der Abkürzungen:
Ci = "Cirrus" - Eiswolken, in Höhen von 7 bis 13 Kilometern
Ns = "Nimbostratus" - mittelhohe Wolke, unscharfe Struktur, besteht aus unterkühltem Wasser und Eisanteilen, in 2 bis 5 Kilometer Höhe
Ac= "Altocumulus" - mittelhohe Schichtwolken, großteils aus flüssigem Wasser bestehend
Sc = "Stratocumulus" - Haufenwolke wie Cumulus, allerdings große horizontale Ausdehnung
Cu = "Cumulus" - scharf abgegrenzte, tiefliegende Wolke, in die Vertikale gerichtet
Cb = "Cumulonimbus" - Sammelbegriff für viele verschiedene Formen, aber jedenfalls niederschlagsbringend, oft mit Gewittern

Die Tropopause ist die obere Grenze der Troposphäre, innerhalb derer sich das Wettergeschehen abspielt. Bei Frontgewittern schieben sich kalte Luftmassen unter die wärmeren bodennahen Luftschichten eines zuvor wirksamen Hochdruckgebiets mit entsprechend sommerlichen Temperaturen und damit verbundenen überhitzten Luftmassen. Die eindringende Kaltfront zwingt durch ihre kalte Luft die erhitzten Luftmassen aufzusteigen (Hebung). Es gibt auch den umgekehrten, jedoch selteneren Fall des Frontgewitters, Mit Frontgewittern wird in jedem Fall das Eindringen anderer Luftmassen angekündigt. Luftbewegungen. Im Gegensatz zu Luftmassengewittern führen Frontgewitter zu einem Wetterwechsel mit starken Temperaturstürzen. In Mitteleuropa treten die heftigsten Gewitter auf, wenn heiße Mittelmeerluft im Sommer von eindringender polarer Kaltluft abgelöst wird. Kaltfronten und damit verbundene Gewitter sind sehr leicht schon lange vor dem Durchgang der Front zu erkennen, wenn man die auftretenden Merkmale kennt und richtig zu deuten weiß.
Den Aufzug einer Kaltfront markieren zuerst hochliegende Federwolken (Cirruswolken, Ci). Dazu folgt die Bildung von horizontal gereihten Cumuluswolken. In Mitteleuropa zieht diese Bewölkung immer von West bis Nordwest heran. Kennzeichend für eine kräftige Kaltfront ist die rasche Bewölkungsverdichtung. Der Himmel färbt sich bei Blick Richtung Westen immer dunkler, auch wenn noch keine ausgeprägten Wolkenstrukturen erkennbar sind. Mit Fortschreiten der Annäherung werden dann unter der geschlossenen hohen Bewölkung manchmal bänderförmig angeordnete Wolken sichtbar, manchmal auch mit weit herabreichenden Wolkenfetzen. Es handelt sich hierbei um eine sog. Böenfront, welche die Grenze der warmen und kalten Luftmassen markiert.

Bild Böenfront
Unter der Böenfront ist mit kräftigen Sturmböen zu rechnen. Hinter der Böenfront (Böenwalze) kann man dann den Niederschlagsbereich des Frontgewitters erkennen, spätestens jetzt ist es höchste Zeit sich einen sicheren Ort zu suchen! Die meisten Blitze des Frontgewitters befinden sich im Niederschlagsbereich hinter der Böenfront. Doch es gibt auch Blitze, welche mehrere Kilometer vor der Böenefront einschlagen können! Diese Blitze sind besonders gefährlich, da an diesen Orten der Niederschlag noch nicht eingesetzt hat und dadurch Gebäude und Wälder in Brand gesetzt werden können, oftmals wird das Feuer dann auch vom auflebenden Wind angefacht und verbreitet. Auch für sich im Freien aufhaltende Personen ist diese Zone des Gewitters sehr gefährlich, denn viele Menschen leben im Irrglauben, wenn es an ihrem Standort nicht regnet, dann können sie auch nicht vom Blitz getroffen werden. Doch dies ist oft ein fataler Irrtum!

Auswirkungen von Frontgewittern:
In der Regel geht die Hauptgefahr von Hagelschlag und vor allem von schweren Sturmböen aus. Es gilt die Merkregel, je tiefer die Wolkenfetzen der Böenfront (Wolkenzähne) zum Boden herabreichen, desto schwerer sind die zu erwartenden Sturmböen. Je nach Wetterlage (nicht jede Gewitterlage vor einer Kaltfront ist gleich, auch wenn die wesentlichen Merkmale oft ähnlich sind!) können auch schwere Downbursts und Tornados auftreten. Dazu müssen allerdings einige Vorraussetzungen erfüllt sein.
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